Zum Inhalt springen
Entsorgungskompass

Sperrmüll-Container: Kosten, Größen und was hinein darf

Zuletzt geprüft am

Kurz gesagt

Sperrmüllcontainer kosten im Median 480,00 € (5 m³), 597,68 € (7 m³) und 808,29 € (10 m³). Prüfen Sie zuerst die oft kostenlose kommunale Abholung.

Kosten 319,00 – 499,00 · Größe 3 – 10 m³

Wie viel in m³?

Was darf in einen Sperrmüll-Container hinein?

Was nicht in den Sperrmüll-Container darf

Grenzfälle beim Sperrmüll-Container: vor der Bestellung klären

Sperrmüll-Container: Größen und Preise im Vergleich

Ein Sperrmüllcontainer — bei vielen Anbietern auch Mischabfall- oder Mischcontainer genannt — kostet im Median 480,00 € für 5 m³, 597,68 € für 7 m³ und 808,29 € für 10 m³, jeweils aus sieben oder acht Anbietern mit Pauschalpreis. Vor der Bestellung lohnt der Blick auf die kommunale Abholung: Sperrmüll ist überwiegend eine Leistung des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers, und wo sie in der Grundgebühr enthalten ist, kostet sie nichts zusätzlich. Der Container ist der Weg für Mengen oberhalb der zulässigen Abholmenge, für kurzfristige Räumungen und für Gegenstände, die die Abfallsatzung nicht als Sperrmüll führt.

  • 3 m³2,5 × 1,5 × 1,0 m

  • 5 m³3,1 × 1,8 × 1,25 m

  • 7 m³3,5 × 1,8 × 1,5 m

  • 10 m³3,9 × 1,9 × 1,8 m

Im selben Maßstab neben einer 2 m hohen Innentür; Maße nach DIN 30720.
Containergrößen für Sperrmüll
Größe Passt, wenn … Stellfläche (m) Preisband (€)
3 m³ Absetzcontainer Ein einzelnes Zimmer, ein kleiner Kellerraum, die Möbel nach einem Umzug. 2,5 × 1,5 m 319,00 – 499,00
5 m³ Absetzcontainer Eine Kellerentrümpelung, eine ausgebaute Küche, die Auflösung einer kleinen Wohnung. 3,1 × 1,8 m 429,00 – 571,20
7 m³ Absetzcontainer Eine komplette Haushaltsauflösung, ein geräumtes Dachgeschoss, mehrere Zimmer auf einmal. 3,5 × 1,8 m 519,00 – 869,00
10 m³ Absetzcontainer Eine komplette Haushaltsauflösung mit Keller und Dachboden, mehrere Wohnungen eines Hauses auf einmal. 3,9 × 1,9 m 659,00 – 1.089,00

Preisband Sperrmüll-Container 3 m³: so ist es entstanden

Spanne
319,00 – 499,00 €/Container für Sperrmüll-Container 3 m³
Median
347,50 €/Container
Stichprobe
n = 8, eigene Erhebung
Erhebungsdatum
09/2026 · Wiedervorlage halbjährlich
Warum eine Spanne
Acht Pauschalanbieter aus sechs Regionen. Sieben liegen zwischen 319,00 und 428,40 €; den oberen Rand setzt ein Stuttgarter Anbieter mit 499,00 € und 28 Tagen Standzeit — ohne ihn beträgt das Verhältnis 1,34. Zuschläge für Energie, Aufstellung oder Randgebiete sind nicht eingerechnet.

Was einen Sperrmüll-Container teurer macht

Zuschläge
Anlass Wirkung
Überschreiten der enthaltenen Standzeit Bei zwei der erhobenen Anbieter 5,50 Euro netto je zusätzlichem Tag — bei einem ab Tag elf, beim anderen ab Tag sechzehn. Die enthaltene Standzeit selbst schwankt in der Erhebung zwischen sieben Tagen und mehreren Wochen; ein Preis ohne Standzeit ist deshalb nicht derselbe Preis.
Energiekostenzuschlag Bei einem Berliner Anbieter ein temporärer Zuschlag je Container, dessen Betrag erst im Warenkorb tagesaktuell erscheint. Er steckt deshalb nicht in der Spanne.
Abholung außerhalb des Stadtgebiets Bei einem Hamburger Anbieter 39,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der Zuschlag fällt nur unter einer Bedingung an und steckt deshalb nicht in der Spanne.
Fehlbefüllung und erhöhter Sortieraufwand Ein Anbieter kündigt Zuschläge für Fehlbefüllungen, erhöhten Sortieraufwand und verunreinigte Abfälle an, beziffert sie auf der Preisseite aber nicht.
Leerfahrt Wenn der Container zum Termin nicht gestellt oder nicht abgeholt werden kann, bei einem Berliner Anbieter 148,00 Euro netto.
Matratzen und Polster als gesonderter Posten Ein Anbieter nimmt Matratzen, Polster und Teppiche als Monofraktion nur auf Anfrage und gegen gesonderte Kosten an — bei einer Wohnungsauflösung ist das der Posten, der am häufigsten übersehen wird.

Materialien, die in diesen Container gehören

Sperrmüll-Container: häufige Fragen

Ist ein Mischmüll-Container dasselbe wie ein Sperrmüll-Container?

Bei den geprüften Anbietern ja, solange kein Bauschutt dabei ist: Was sie „Mischabfall“, „gemischten Abfall“ oder „Mischcontainer“ nennen, ist die Sperrmüll-Fraktion — Möbel, Hausrat, Holz, Folien, Tapeten. Kommt Bauschutt dazu, heißt der Container Baumischabfall und kostet mehr.

Ist die Abholung durch die Kommune nicht günstiger als ein Container?

Häufig ja, und deshalb steht die Frage vor dem Preis. Sperrmüll ist überwiegend eine kommunale Leistung: Der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger ist nach § 20 KrWG entsorgungspflichtig, private Haushalte müssen ihm ihre Abfälle nach § 17 KrWG überlassen. Wo die Abholung in der Grundgebühr enthalten ist, kostet sie nichts zusätzlich — dann ist der Container die teurere Lösung.

Wann lohnt der Container trotzdem?

In drei Fällen: wenn die Menge über dem liegt, was die Satzung je Abholung zulässt; wenn der nächste Abholtermin zu spät kommt, etwa bei einer Wohnungsübergabe mit Frist; und wenn Gegenstände dabei sind, die die Satzung nicht als Sperrmüll führt, ein Containerdienst aber annimmt. Der dritte Fall überrascht am häufigsten, weil Sperrmüll kommunal und privat unterschiedlich abgegrenzt wird.

Warum rechnet nicht jeder Anbieter pauschal ab?

Manche rechnen je Kubikmeter oder schließen nur eine bestimmte Tonnage ein und berechnen darüber nach Gewicht. Beides steht nicht im Preisband, weil der Endpreis an Füllmenge oder Gewicht hängt. Unter den Pauschalanbietern liegen bei 5 m³ alle sieben zwischen 429,00 und 571,20 € — die engste Streuung aller erhobenen Fraktionen.

Warum stehen 5 und 5,5 Kubikmeter in einem Band?

Weil die Anbieter dieselbe Containergröße unterschiedlich benennen — drei der sieben erhobenen Werte stammen aus Containern, die als 5,5 m³ ausgewiesen sind. Getrennt gezählt bliebe keine der beiden Größen über der Schwelle von sieben Anbietern. Zusammengezählt ist das Band belastbarer als zwei zu kleine Stichproben.

Darf ich den Container voll machen?

Bis zur Oberkante ja — das verlangen mehrere erhobene Anbieter. Eine Höchstlast je Größe nennt keiner im Preisband; ein weiterer schließt nur 1 Tonne (5 m³) bis 2 Tonnen (10 m³) ein und rechnet darüber nach Wiegeschein ab. Teuer wird sonst ein Fehlwurf — ein Elektrogerät oder ein Sack Bauschutt macht daraus eine andere, teurere Fraktion.

Primärquellen

Geprüft und freigegeben am · Wer dahintersteht · Methodik

Änderungsverlauf

Zuletzt geändert am : Erstveröffentlichung nach der Nacherhebung vom 27.08.2026: sechzehn Anbieter geprüft, acht Werte je Größe für 5/5,5 und 7 m³ über sechs Regionen. Das 3-m³-Band bleibt aus, weil dort nur drei Werte vorliegen und die Schwelle für ein veröffentlichtes Band bei sieben liegt. Nachtrag 18.09.2026: Bänder modellrein neu erhoben — der Anbieter mit Abrechnung je Kubikmeter (bis 1.416,10 bzw. 1.939,70 €) steht nicht mehr in der Pauschal-Spanne; 10 m³ ergänzt (n = 7 über fünf Regionen); Mischmüll-Vokabular und FAQ, weil kein geprüfter Anbieter ein drittes Produkt „Mischmüll“ führt (docs/messungen/2026-09-18-preiserhebung-sperrmuell-baumischabfall-container.md). Nachtrag 28.09.2026: keine Zuladung je Größe mehr, im Preis enthaltene Tonnage nach Selisch; FAQ „voll machen“ korrigiert — Selisch schließt eine Tonnage ein (docs/messungen/2026-09-28-zuladung-altholz-baumischabfall-sperrmuell.md). Nachtrag 29.09.2026: Bänder ohne den Anbieter mit Gewichtskontingent neu erhoben, Noris und Aulfinger neu, 3 m³ erstmals mit Band (n = 8); Dino- und Klebs-Preise nachgezogen (docs/messungen/2026-09-29-preiserhebung-altholz-baumischabfall-sperrmuell.md).