Sperrmüll-Container: Größen, Preise und was hinein darf
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Kurz gesagt
Sperrmüllcontainer kosten im Median 496,65 € (5 m³) bzw. 598,87 € (7 m³). Prüfen Sie zuerst die oft kostenlose kommunale Abholung.
Kosten 429,00 – 1.416,10 · Größe 5 – 7 m³
Sperrmüll-Container: Größen und Preise im Vergleich
Ein Sperrmüllcontainer kostet nach eigener Erhebung im Median 496,65 € für 5 m³ und 598,87 € für 7 m³, jeweils aus acht Anbietern. Vor der Bestellung lohnt der Blick auf die kommunale Abholung: Sperrmüll ist überwiegend eine Leistung des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers, und wo sie in der Grundgebühr enthalten ist, kostet sie nichts zusätzlich. Der Container ist der Weg für Mengen oberhalb der zulässigen Abholmenge, für kurzfristige Räumungen und für Gegenstände, die die Abfallsatzung nicht als Sperrmüll führt.
| Größe | Passt, wenn … | Zuladung (t) | Stellfläche (m) | Preisband (€) |
|---|---|---|---|---|
| 5 m³ Absetzcontainer | Eine Kellerentrümpelung, eine ausgebaute Küche, die Auflösung einer kleinen Wohnung. | 5,0 | 3,1 × 1,8 m | 429,00 – 1.416,10 |
| 7 m³ Absetzcontainer | Eine komplette Haushaltsauflösung, ein geräumtes Dachgeschoss, mehrere Zimmer auf einmal. | 7,0 | 3,5 × 1,8 m | 519,00 – 1.939,70 |
Preisband Sperrmüll-Container 5 m³: so ist es entstanden
- Spanne
- 429,00 – 1.416,10 €/Container für Sperrmüll-Container 5 m³
- Median
- 496,65 €/Container
- Stichprobe
- n = 8, eigene Erhebung
- Erhebungsdatum
- 08/2026 · Wiedervorlage halbjährlich
- Warum eine Spanne
- Sieben der acht Anbieter liegen zwischen 429,00 und 572,00 € — Verhältnis 1,33 und damit die engste Streuung aller hier erhobenen Fraktionen. Das Verhältnis 3,30 über alle acht entsteht vollständig aus einem einzigen Anbieter, der je Kubikmeter statt pauschal abrechnet und bei voller Ladung auf 1.416,10 € kommt. Die Ursache ist also das Abrechnungsmodell und nicht die Region. Was die sieben Pauschalanbieter untereinander noch unterscheidet, ist vor allem die enthaltene Standzeit: sieben, zehn, vierzehn und fünfzehn Tage. Eine Einschränkung gehört dazu — drei der acht Werte stammen aus Berlin und liegen dort mit 471,24, 495,04 und 523,60 € eng beieinander; dieses regionale Gewicht gleicht die Erhebung nicht aus. Das Band deckt außerdem 5 und 5,5 m³ gemeinsam ab, weil die Anbieter dieselbe Größe unterschiedlich benennen.
Was darf in einen Sperrmüll-Container hinein?
- Möbel und sperriger Hausrat — Schränke, Regale, Betten, Sofas, ausgebaute Küchen
- Polstermöbel, Matratzen und Teppiche — ein erhobener Anbieter nimmt sie nur auf Anfrage und gegen Zusatzkosten an
- Altmetall und Metallschrott
- Papier, Pappe und Kartonage
- Kunststoffe, Folien und Verpackungen
- Unbehandeltes Holz der Klassen A1 bis A3 aus Einbauten
- Textilien sowie Geschirr aus Kunststoff, Metall oder Porzellan — bei einem Berliner Anbieter ausdrücklich genannt
Was nicht in den Sperrmüll-Container darf
- Keine Elektro- und Elektronikgeräte — alle vier neu erhobenen Anbieter schließen sie aus; sie fallen unter das ElektroG und haben eigene Rücknahmewege. Ein Anbieter nennt zusätzlich Leuchtmittel.
- Kein Bauschutt, keine Baustellenabfälle, kein Bodenaushub — Bauabfall ist bei den erhobenen Anbietern eine eigene Fraktion mit eigenem Preis — Baumischabfall liegt in derselben Erhebung über dem Sperrmüllpreis.
- Keine gefährlichen Abfälle — Farben, Lacke, Öle, Chemikalien, Flüssigkeiten — sie laufen über die Schadstoffsammlung und nicht über den Container.
- Keine Dämmwolle, keine künstlichen Mineralfasern, kein Asbest — dafür gelten getrennte Wege, und asbesthaltiges Material gehört ohnehin zum Fachbetrieb.
- Keine Teerpappe, keine Dachpappe, kein kesseldruckimprägniertes Holz der Klasse A4 — die erhobenen Anbieter nehmen beides von der Sperrmüllfraktion aus.
- Keine Autoreifen — zwei der erhobenen Anbieter nennen sie ausdrücklich als Ausschluss; Reifen haben einen eigenen Rücknahmeweg.
- Keine Erde, kein Sand, kein Styropor — das führt bei den erhobenen Anbietern zu einer anderen Fraktion mit eigenem Preis.
- Keine Speisereste und keine organischen Abfälle.
Was einen Sperrmüll-Container teurer macht
| Anlass | Wirkung |
|---|---|
| Überschreiten der enthaltenen Standzeit | Bei zwei der erhobenen Anbieter 5,50 Euro netto je zusätzlichem Tag — bei einem ab Tag elf, beim anderen ab Tag sechzehn. Die enthaltene Standzeit selbst schwankt in der Erhebung zwischen sieben und fünfzehn Tagen; ein Preis ohne Standzeit ist deshalb nicht derselbe Preis. |
| Energiekostenzuschlag | Bei einem Berliner Anbieter 17,00 Euro netto, ausdrücklich je Container berechnet. Er ist obligatorisch und in der Spanne oben bereits eingerechnet. |
| Abholung außerhalb des Stadtgebiets | Bei einem Hamburger Anbieter 39,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der Zuschlag fällt nur unter einer Bedingung an und steckt deshalb nicht in der Spanne. |
| Fehlbefüllung und erhöhter Sortieraufwand | Ein Anbieter kündigt Zuschläge für Fehlbefüllungen, erhöhten Sortieraufwand und verunreinigte Abfälle an, beziffert sie auf der Preisseite aber nicht. |
| Leerfahrt | Wenn der Container zum Termin nicht gestellt oder nicht abgeholt werden kann, bei einem Berliner Anbieter 148,00 Euro netto. |
| Matratzen und Polster als gesonderter Posten | Ein Anbieter nimmt Matratzen, Polster und Teppiche als Monofraktion nur auf Anfrage und gegen gesonderte Kosten an — bei einer Wohnungsauflösung ist das der Posten, der am häufigsten übersehen wird. |
Materialien, die in diesen Container gehören
Sperrmüll-Container: häufige Fragen
Ist die Abholung durch die Kommune nicht günstiger als ein Container?
Häufig ja, und deshalb steht die Frage vor dem Preis. Sperrmüll ist überwiegend eine kommunale Leistung: Der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger ist nach § 20 KrWG entsorgungspflichtig, private Haushalte müssen ihm ihre Abfälle nach § 17 KrWG überlassen. Wo die Abholung in der Grundgebühr enthalten ist, kostet sie nichts zusätzlich — dann ist der Container die teurere Lösung.
Wann lohnt der Container trotzdem?
In drei Fällen: wenn die Menge über dem liegt, was die Satzung je Abholung zulässt; wenn der nächste Abholtermin zu spät kommt, etwa bei einer Wohnungsübergabe mit Frist; und wenn Gegenstände dabei sind, die die Satzung nicht als Sperrmüll führt, ein Containerdienst aber annimmt. Der dritte Fall überrascht am häufigsten, weil Sperrmüll kommunal und privat unterschiedlich abgegrenzt wird.
Warum reicht die Spanne bis fast zum Vierfachen?
Weil ein Anbieter nach Kubikmetern abrechnet statt pauschal. Ohne ihn liegen die übrigen sieben bei 5 m³ zwischen 429 und 572 € und bei 7 m³ zwischen 519 und 672 € — die engste Streuung aller erhobenen Fraktionen. Wer je Kubikmeter zahlt, zahlt bei Sperrmüll am meisten, weil der Container tatsächlich voll wird. Ausführlich steht das unter Methodik.
Warum stehen 5 und 5,5 Kubikmeter in einem Band?
Weil die Anbieter dieselbe Containergröße unterschiedlich benennen — drei der acht erhobenen Werte stammen aus Containern, die als 5,5 m³ ausgewiesen sind. Getrennt gezählt bliebe keine der beiden Größen über der Schwelle von sieben Anbietern. Zusammengezählt ist das Band belastbarer als zwei zu kleine Stichproben.
Darf ich den Container voll machen?
Ja. Sperrmüll ist wie Baumischabfall volumenbegrenzt und nicht wie Bauschutt traglastbegrenzt: Der Container ist voll, bevor die zulässige Zuladung erreicht ist. Keiner der vier neu erhobenen Anbieter nennt eine im Preis enthaltene Tonnage. Was den Preis stattdessen treibt, ist ein Fehlwurf — ein Elektrogerät oder ein Sack Bauschutt macht aus dem Sperrmüllcontainer eine andere, teurere Fraktion.
Primärquellen
- DER HAMBURG CONTAINER (PBR Peter Beuck Recycling) — Sperrmüllcontainer 5 und 7 m³, brutto ausgewiesen, 7 Tage Stellzeit · abgerufen
- Dino Containerdienst Essen — 5-cbm-Sperrmüllcontainer, brutto ausgewiesen, 14 Tage Standzeit · abgerufen
- Dino Containerdienst Essen — 7-cbm-Sperrmüllcontainer, brutto ausgewiesen · abgerufen
- Bernd Klebs Container und Recycling, Berlin — Sperrmüllcontainer 5,5 cbm, 15 Kalendertage Standzeit · abgerufen
- Bernd Klebs Container und Recycling, Berlin — Sperrmüllcontainer 7 cbm · abgerufen
- Berlin Recycling — Sperrmüll, Preise netto zzgl. Energiekostenzuschlag je Container · abgerufen
- Selisch Containerdienst, Forchheim — Sperrmüllcontainer 5 und 7 cbm zum Pauschalpreis · abgerufen
- DICON Entsorgung, Berlin — Sperrmüll, volle Größentabelle netto · abgerufen
- Container Rhein-Main — Sperrmüll Mainz/Wiesbaden, brutto und netto, inkl. Aufstellung · abgerufen
- Containerdienst Condie, Seligenstadt — Sperrmüll je m³ zzgl. Anfahrt · abgerufen
- § 20 KrWG — Entsorgungspflichten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger · abgerufen
- § 17 KrWG — Überlassungspflichten privater Haushalte · abgerufen
Geprüft und freigegeben von Matthias Lugert · · Über mich · Methodik
Änderungsverlauf
Zuletzt geändert am : Erstveröffentlichung nach der Nacherhebung vom 27.08.2026: sechzehn Anbieter geprüft, acht Werte je Größe für 5/5,5 und 7 m³ über sechs Regionen. Das 3-m³-Band bleibt aus, weil dort nur drei Werte vorliegen und die Schwelle für ein veröffentlichtes Band bei sieben liegt.