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Entsorgungskompass

Entsorgung in Bochum: Müllgebühren, Sperrmüll und Wertstoffhöfe

Zuletzt geprüft am

Kurz gesagt: Ein Zweipersonenhaushalt zahlt in Bochum 121,80 € im Jahr — 91,80 € für die 30-Liter-Restmülltonne im 14-Tage-Rhythmus und 30,00 € für die 60-Liter-Biotonne. Das sind knapp 28 Prozent unter dem Median von 168,24 €, den eine eigene Erhebung über 31 deutsche Städte ergeben hat; nur vier der 31 liegen darunter. Eine Grundgebühr kennt die Gebührensatzung nicht, die Papiertonne ist gebührenfrei. Sperrmüll holt der USB einmal im Jahr kostenlos ab, und zwar ohne Mengengrenze — was hier begrenzt, ist nicht der Preis und nicht das Volumen, sondern der Kalender. Die veröffentlichte Wartezeit liegt derzeit bei rund vier Wochen.

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Müllgebühren in Bochum im Vergleich zum Bundesmedian

Gebühren in Bochum
Gebühr Bochum Bundesmedian Abweichung Quelle
Jahresgesamtgebühr Musterhaushalt Zweipersonenhaushalt, kleinstmögliche satzungskonforme Konfiguration: 30-Liter- Restmülltonne bei 14-täglicher Leerung (91,80 €) und 60-Liter-Biotonne bei 14-täglicher Leerung (30,00 €), zusammen 121,80 € im Kalenderjahr. Ohne Straßenreinigung. Eine Grundgebühr erhebt die Satzung nicht, die Papiertonne ist gebührenfrei. Dass die kleinste Tonne für zwei Personen genügt, hängt an einem Wort in § 7 Absatz 4 der Abfallsatzung: „Regelmäßig sollen insgesamt 20 l Mindestbehältervolumen je Person und Woche zur Verfügung stehen“ — insgesamt für Rest- und Biomüll. Zwei Personen brauchen damit 40 Liter je Woche, im 14-Tage-Zyklus also 80 Liter; 30 Liter Restmüll plus 60 Liter Bio ergeben 90. Diese Rechnung steht so nicht in der Satzung und ist als Schluss gekennzeichnet. Ein Antrag ist dafür nicht nötig — die zusätzliche Absenkung auf 15 Liter je Person und Woche für Nutzer der Biotonne wird hier gar nicht gebraucht. Der Vergleichswert stammt aus einer eigenen Erhebung über 31 Städte, jeder Posten beim jeweiligen Träger selbst abgerufen. 121,80 €/Jahr 168,24 €/Jahr -28 % Stadt Bochum — Abfallgebührensatzung, § 2 Absatz 1 Buchstabe a und § 2 Absatz 2 Buchstabe a: 30-Liter-Restmüllbehälter 91,80 € ab 01.01.2026, 60-Liter-Bioabfallbehälter 30,00 €, jeweils bei vierzehntägig einmaliger Entsorgung
Restmüll 30 Liter, 14-täglich 91,80 € im Kalenderjahr (§ 2 Absatz 1 Buchstabe a der Abfallgebührensatzung, Spalte „ab dem 01.01.2026“). 30 Liter ist der kleinste Restmüllbehälter, den § 7 Absatz 2 der Abfallsatzung überhaupt vorsieht, und 14-täglich der Regelrhythmus: „Die Behälter für Rest- und Biomüll werden in der Regel einmal vierzehntäglich entleert“ (§ 10 Absatz 4). Einen abweichenden Rhythmus kann die Stadt im Einzelfall auf Antrag festsetzen; die veröffentlichten Gebührensätze kennen nur diesen Grundfall und bei häufigerer Leerung das entsprechende Vielfache. Zum 1. Januar 2026 ist der Satz von 88,20 € auf 91,80 € gestiegen, um gut vier Prozent — beide Spalten stehen nebeneinander in derselben Änderungssatzung vom 21. November 2024. Ein Vergleichswert steht daneben nicht, weil in den Behälterzeilen anderer Kommunen unterschiedlich viel steckt. 91,80 €/Jahr Stadt Bochum — Abfallgebührensatzung, § 2 Absatz 1 Buchstabe a: 30-Liter-Behälter bei vierzehntägig einmaliger Entsorgung, 88,20 € ab 01.01.2025 und 91,80 € ab 01.01.2026
Biotonne 60 Liter, 14-täglich 30,00 € im Kalenderjahr (§ 2 Absatz 2 Buchstabe a der Abfallgebührensatzung). In der veröffentlichten Übersicht des USB steht dieser Satz seit 2023 unverändert; er ist als einziger der Behältersätze zum 1. Januar 2026 nicht gestiegen. Die Biotonne ist in Bochum freiwillig — sie wird nach § 7 Absatz 10 der Abfallsatzung „auf Anforderung“ gestellt, anders als Restmüll- und Papiertonne, die der Anschluss- und Benutzungspflicht unterliegen. Freiwillig heißt hier aber nicht beliebig: Ohne sie wird die Rechnung größer, nicht kleiner. Ein Vergleichswert steht daneben nicht, weil in den Behälterzeilen anderer Kommunen unterschiedlich viel steckt. 30,00 €/Jahr Stadt Bochum — Abfallgebührensatzung, § 2 Absatz 2 Buchstabe a: 60-Liter-Bioabfallbehälter bei vierzehntägig einmaliger Entsorgung, 30,00 EUR
Dieselben zwei Personen ohne Biotonne 244,80 € im Kalenderjahr — mehr als das Doppelte. Das ist der Grund, warum die 30,00 € für die Biotonne in Bochum keine Zusatzkosten sind: Das Mindestbehältervolumen von 20 Litern je Person und Woche gilt nach § 7 Absatz 4 der Abfallsatzung „insgesamt“ für Rest- und Biomüll. Wer keine Biotonne hat, muss es allein im Restmüllbehälter vorhalten — für zwei Personen 40 Liter je Woche, im 14-Tage-Rhythmus also einen 80-Liter-Behälter, und der kostet 244,80 € statt 91,80 €. Die 30 € Biogebühr sparen damit rechnerisch 123,00 € im Jahr. Dieser Schluss ist gerechnet und steht so nicht in der Satzung; sie formuliert das Mindestvolumen zudem als Sollvorschrift („Regelmäßig sollen“), und nach § 7 Absatz 1 bestimmt die Stadt Art, Anzahl und Größe der Behälter. 244,80 €/Jahr Stadt Bochum — Abfallsatzung § 7 Absatz 4 (Mindestbehältervolumen 20 l je Person und Woche insgesamt für Rest- und Biomüll) und Abfallgebührensatzung § 2 Absatz 1 Buchstabe d (80-Liter-Behälter 244,80 € ab 01.01.2026)
Papiertonne Kostet nichts, und muss trotzdem stehen: Auf jedem nicht ausschließlich gewerblich genutzten Grundstück ist in der Regel im Verhältnis 1:1 zu den Restmülltonnen ein Behälter für Papier, Pappe und Kartonagen aufzustellen (§ 7 Absatz 8 der Abfallsatzung). Das Gebührenverzeichnis der Abfallgebührensatzung führt für Papier keinen Satz, und der USB sagt es ausdrücklich: „Die Papiertonne ist der zweite Abfallbehälter, der unter die Anschluss- und Benutzungspflicht fällt, hierfür fallen keine zusätzlichen Gebühren an.“ Geleert wird alle vier Wochen im Teilservice (§ 10 Absatz 5) — die Tonne kommt also an die Straße. Bezahlt wird in Bochum nur der Vollservice für Papier, und zwar als Entgelt gegenüber dem USB, nicht als Gebühr: 26,00 € im Jahr bis 30 Meter Transportweg. 0,00 €/Jahr USB Bochum GmbH — Gebühren und Preise: Papiertonne ohne zusätzliche Gebühren, Leerung alle vier Wochen im Teilservice, Vollservice-Entgelt 26,00 € bis 30 m für Behälterklasse I
Rollwegezuschlag ab zehn Metern 39,60 € im Jahr je Behälter, sobald der Standplatz mehr als zehn Meter von der Straße entfernt liegt oder der Behälter durch ein Gebäude geholt werden muss; bei mehr als 70 Metern sind es 168,90 € (§ 2 Absatz 3 der Abfallgebührensatzung, Tabelle „Ab 01.01.2026“). Darin steckt Bochums eigene Mechanik: Rest- und Biomüll werden nach § 10 Absatz 4 der Abfallsatzung grundsätzlich im Vollservice geholt, bis zehn Meter ohne Aufpreis. In Düsseldorf ist es umgekehrt — dort kostet der Vollservice als solcher einen Zuschlag. Bezahlt wird hier also nicht, wer trägt, sondern wie weit. Beim Nachlesen aufgefallen: Die Satzungstabelle gilt für Behälter von 30 bis 240 Litern, die Tabelle auf der USB-Gebührenseite ist mit „60 l – 240 l Behälter“ überschrieben. Für eine 30-Liter-Tonne ist die Satzung maßgeblich. 39,60 €/Jahr Stadt Bochum — Abfallgebührensatzung, § 2 Absatz 3: Transportwegezuschläge ab 01.01.2026, 39,60 EURO für 30 l bis 240 l bei mehr als 10 m bis 30 m sowie für den Transport durch Gebäude

Gebührensatzung Stand 01.01.2026 · Vergleich: Median über 31 Kommunen · — = nicht vergleichbar.

Sperrmüll in Bochum

Anmeldung
Ohne Antrag fährt niemand: „Sperrmüll wird einmal jährlich je Haushalt abgeholt und entsorgt, wenn der Benutzungspflichtige dies unter Angabe von Art und Menge des Abfalls beantragt“ (§ 12 Absatz 1 der Abfallsatzung). Zwei Wege stehen offen — das Onlineformular des USB Bochum und die kostenlose Sperrmüll-Hotline 0800 1995900. Bei der Onlinebestellung wird der Auftrag erst bearbeitet, wenn die E-Mail-Adresse innerhalb von 24 Stunden über einen Bestätigungslink bestätigt ist. Die Sprechzeiten der Hotline gibt der USB an zwei Stellen unterschiedlich an: im Servicekasten mit montags bis donnerstags 7 bis 16 Uhr und freitags 7 bis 15 Uhr, im Hinweis zur Onlinebestellung mit 8 bis 16 beziehungsweise 8 bis 15 Uhr. Möbel mit fest verbauten elektronischen Bauteilen — Relaxsessel, beleuchtete Spiegelschränke, elektrische Lattenroste — zählen als Elektroaltgeräte und müssen getrennt vom übrigen Sperrmüll stehen (§ 11 Absatz 3, § 12 Absatz 4).
Mengengrenze
Für die Abholung nennt die Satzung keine Grenze in Kubikmetern. Begrenzt ist die Häufigkeit: einmal jährlich je Haushalt (§ 12 Absatz 1 der Abfallsatzung). Was ein zweiter Termin im selben Jahr kostet, ist nirgends veröffentlicht — die Abfallgebührensatzung kennt für die Sperrmüllabfuhr überhaupt keinen Gebührentatbestand. Begrenzt ist stattdessen der Gegenstand: Bauteile wie Fensterrahmen, Türen und Badewannen sind kein Sperrmüll, ebenso wenig Mopeds, Motorräder und Autoreifen (§ 2 Nummer 18); der USB führt zusätzlich Bauholz, Bauschutt, Renovierungsabfälle, Laminat, Tapeten, Heizkörper, Duschkabinen und Altkleider auf der Nein-Liste. Bei der Selbstanlieferung gilt dagegen sehr wohl ein Maß: bis 2 m³ und höchstens 1 m Kantenlänge an den Wertstoffhöfen Am Sattelgut, Brandwacht und Blücherstraße, ohne diese Grenze an der Havkenscheider Straße.
Termin
Den Abholzeitpunkt bestimmt die USB Bochum GmbH und teilt ihn dem Auftraggeber mit (§ 12 Absatz 1 der Abfallsatzung); abgeholt wird werktags zwischen 6 und 21 Uhr. Wie lange es dauert, steht auf der Terminseite des USB: „Die aktuelle Wartezeit beträgt circa 4 Wochen!“ Bereitzustellen ist der Sperrmüll am Abfuhrtag spätestens zu Beginn der Abfuhrzeiten, frühestens am Abend davor, zu ebener Erde auf festem Grund an der Grundstücksgrenze (§ 12 Absatz 2). Was liegen bleibt, weil es kein Sperrmüll ist, muss der Auftraggeber noch am Abholtag unverzüglich nach 21 Uhr aus dem Straßenraum entfernen (§ 12 Absatz 3).

Warum es nichts kostet

Grund
Die einmal jährliche Abholung kostet nichts, und das steht nicht nur beim USB, sondern folgt aus dem Aufbau der Gebührensatzung: § 3 zählt die Sonderleistungen abschließend auf — Abfallsack, Sonderentsorgung städtischer Abfallbehälter, Anlieferung am Wertstoffhof Havkenscheider Straße —, und die Sperrmüllabfuhr ist keine davon. Für die Selbstanlieferung sagt die Satzung es sogar ausdrücklich: „Für die nicht gewerbliche Anlieferung von Sperrmüll und Grünabfällen werden keine Gebühren erhoben“ (§ 3 Absatz 3). Das ist eine dritte Bauart neben München, wo die Abholung 50 € Anfahrt plus 20 € je Kubikmeter kostet, und Düsseldorf, wo sie bis zwei Kubikmeter frei ist und darüber 100 € je Kubikmeter kostet. In Bochum begrenzt weder der Preis noch das Volumen, sondern der Kalender.
Fundstelle
Stadt Bochum — Abfallgebührensatzung § 3: abschließende Aufzählung der Gebühren für Sonderleistungen ohne Sperrmüllabfuhr; § 3 Absatz 3: keine Gebühren für die nicht gewerbliche Anlieferung von Sperrmüll und Grünabfällen

Wertstoffhöfe in Bochum

Sechs Wertstoffhöfe stehen Bochumer Haushalten offen — Havkenscheider Straße (Brelohstraße 70, Kornharpen), Brandwacht, In der Provitze, Schattbachstraße, Am Sattelgut und Blücherstraße, montags bis freitags 7.30 bis 20 Uhr, samstags bis 15.30 Uhr; dazu kommt die saisonale Grünschnitt-Sammelstelle Bergener Straße, zu der man nur mit einem QR-Code aus dem USB-Kundenportal kommt (§ 15 Absatz 1 der Abfallsatzung). Kostenlos in haushaltsüblichen Mengen — der USB beziffert sie mit „bis etwa 2m³“ — nehmen alle sechs unbehandeltes Altholz, Altpapier, Altglas, Alttextilien, Pkw-Altreifen, CDs, Korken, E-Schrott, Kühlgeräte, Leuchtstofflampen, Metalle, Grünabfälle, Verpackungsstyropor und Leichtverpackungen an. Sperrmüll nehmen vier: die Havkenscheider Straße ohne Größengrenze, Am Sattelgut, Brandwacht und Blücherstraße bis 2 m³ bei höchstens 1 m Kantenlänge. Fünf Elektroaltgeräte gehen an jedem Hof, bis zwanzig nur an der Havkenscheider Straße. Gebührenpflichtig und ausschließlich dort sind Restmüll, Bauschutt, Baumischabfall, Lehmboden, Dämmmaterial, Bitumen- und Teerpappe sowie Asbest. Die Sätze stehen in § 3 Absatz 3 der Abfallgebührensatzung und werden pauschal nach Volumen abgerechnet: 2,50 € bis 0,07 m³, 10,00 € bis 0,5 m³, 20,00 € bis 1,0 m³, 40,00 € bis 2,0 m³, fällig bei der Anlieferung. Hier gehen Satzung und Website auseinander: Für die Kleinmenge bis 0,07 m³ nennt der USB 3,50 € — den Preis des amtlichen Abfallsacks —, die Satzung 2,50 €; maßgeblich ist die Satzung. Über 2 m³ oder über 200 kg braucht es einen Termin und die Verwiegung, und dafür veröffentlicht der USB keine Preise, sondern verweist auf seine Servicenummer. Angenommen wird ausschließlich Abfall aus Bochum; wer kein Bochumer Kennzeichen hat, muss die Herkunft nachweisen.

Adressen, Öffnungszeiten und die verbindliche Auskunft stehen beim Entsorgungsträger selbst: USB Bochum GmbH

Entsorgung in Bochum: häufige Fragen

Was kostet Sperrmüll in Bochum?

Nichts — einmal im Jahr. § 12 Absatz 1 der Abfallsatzung sagt, dass Sperrmüll „einmal jährlich je Haushalt“ auf Antrag abgeholt und entsorgt wird, und die Abfallgebührensatzung führt dafür keinen Gebührentatbestand: § 3 zählt die Sonderleistungen abschließend auf, und die Sperrmüllabfuhr ist keine davon. Auch das Selbsthinbringen ist frei, hier sagt es die Satzung ausdrücklich: „Für die nicht gewerbliche Anlieferung von Sperrmüll und Grünabfällen werden keine Gebühren erhoben“ (§ 3 Absatz 3). Was ein zweiter Termin im selben Jahr kostet, ist nicht veröffentlicht.

Wie melde ich Sperrmüll in Bochum an?

Über das Onlineformular des USB Bochum oder telefonisch unter der kostenlosen Sperrmüll-Hotline 0800 1995900. Anzugeben sind Art und Menge des Abfalls — das verlangt § 12 Absatz 1 der Abfallsatzung, nicht erst der USB. Wer online bestellt, bekommt eine E-Mail mit Bestätigungslink; ohne Klick darauf innerhalb von 24 Stunden wird die Anmeldung nicht bearbeitet, und der USB weist selbst darauf hin, dass diese Mail im Spam-Ordner landen kann. Den Termin suchen Sie nicht aus: Ihn bestimmt der USB und teilt ihn Ihnen mit.

Wie lange dauert es in Bochum bis zum Sperrmülltermin?

Der USB veröffentlicht die Wartezeit auf seiner Terminseite und nennt dort derzeit „circa 4 Wochen“. Abgeholt wird werktags zwischen 6 und 21 Uhr (§ 12 Absatz 1 der Abfallsatzung). Bereitstellen dürfen Sie frühestens am Abend vor der Abholung, spätestens zu Beginn der Abfuhrzeiten — zu ebener Erde, auf festem Grund, an der Grundstücksgrenze. Wer schneller sein muss, hat in Bochum keinen bezahlten Expressweg wie in München, sondern nur den Wertstoffhof.

Was wird beim Sperrmüll mitgenommen und was nicht?

Mitgenommen werden Haushaltsgegenstände und Möbel, die wegen Umfang, Gewicht oder Beschaffenheit nicht in die Tonne passen: Schränke, Sofas, Matratzen, Teppiche, Regale, Kinderwagen, Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte. Nicht mitgenommen werden Bauteile wie Fensterrahmen, Türen und Badewannen sowie Mopeds, Motorräder und Autoreifen — das schließt § 2 Nummer 18 der Abfallsatzung ausdrücklich aus. Der USB führt zusätzlich Bauholz, Bauschutt, Renovierungsabfälle, Laminat, Tapeten, Heizkörper, Duschkabinen und Altkleider auf. Möbel mit fest verbauten elektronischen Bauteilen müssen getrennt daneben stehen; Batterien und Akkus sind vorher auszubauen (§ 12 Absatz 4).

Lohnt sich die Biotonne, obwohl sie 30 € kostet?

Rechnerisch ja, und deutlich. Das Mindestbehältervolumen von 20 Litern je Person und Woche gilt nach § 7 Absatz 4 der Abfallsatzung „insgesamt“ für Rest- und Biomüll. Zwei Personen mit Biotonne kommen damit auf die 30-Liter-Restmülltonne (91,80 €) und zahlen mit den 30,00 € für die Biotonne zusammen 121,80 €. Ohne Biotonne müssten dieselben 40 Liter je Woche allein im Restmüllbehälter stehen — im 14-Tage-Rhythmus ein 80-Liter-Behälter für 244,80 €. Die Differenz sind 123,00 € im Jahr. Dieser Schluss ist gerechnet und steht so nicht in der Satzung; sie formuliert das Mindestvolumen als Sollvorschrift, und über Art und Größe der Behälter entscheidet nach § 7 Absatz 1 die Stadt.

Warum ist Bochum so viel günstiger als der Rest?

Weil in der Rechnung fast nichts drin ist außer der Restmülltonne. Keine Grundgebühr, keine Papiergebühr, kein Zuschlag dafür, dass jemand die Tonne vom Grundstück holt — Rest- und Biomüll werden bis zehn Meter im Vollservice geholt, ohne Aufpreis. Dazu kommt, dass der kleinste Behälter 30 Liter fasst; in Düsseldorf sind es 60, in München 80. Von den 31 erhobenen Städten liegen nur vier unter Bochum: Göttingen (58,24 €), Bonn (91,52 €), Lübeck (91,92 €) und Gelsenkirchen (104,75 €). Wie wenig das mit der Region zu tun hat, zeigt der Nachbar: Dortmund steht mit 264,97 € auf Rang 29 von 31 derselben Erhebung.

Primärquellen

Portrait — echtes Foto oder keines

Geprüft und freigegeben von Matthias Lugert · · Über mich · Methodik

Änderungsverlauf

Zuletzt geändert am : Erste Fassung. Bochum ist die vierte Gebührenmechanik im Vergleich und die erste, bei der eine gebührenpflichtige Tonne die Rechnung senkt: Weil das Mindestbehältervolumen nach § 7 Absatz 4 der Abfallsatzung „insgesamt“ für Rest- und Biomüll gilt, hält die freiwillige Biotonne den Restmüllbehälter auf der kleinsten Größe. Beim Sperrmüll ist Bochum die dritte Bauart nach München und Düsseldorf — nicht der Preis und nicht das Volumen begrenzen, sondern der Kalender: einmal jährlich, dann kostenlos und ohne Mengengrenze. Drei Abweichungen sind beim Abgleich aufgefallen und stehen auf der Seite: Der USB nennt für die Kleinmenge bis 0,07 m³ am Wertstoffhof 3,50 €, die Satzung 2,50 €; die USB-Tabelle der Transportwegezuschläge beginnt bei 60 Litern, die Satzungstabelle bei 30; und die Sprechzeiten der Sperrmüll-Hotline stehen auf derselben Website zweimal unterschiedlich. In allen drei Fällen ist der Unterschied benannt und nicht stillschweigend eine Seite gewählt. Der Vergleichswert ist der Median von 168,24 € aus 31 Städten in dem Stand, den die Erhebung am 27. August 2026 hatte.