Altkleider entsorgen: wohin damit und was es kostet
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Kurz gesagt
Altkleider kommen sauber und trocken kostenlos in den Altkleidercontainer. Zerschlissene Kleidung darf in den Restmüll, wenn keine gesonderte Sammlung besteht.
Weg Depotcontainer · Achtung Keine nassen oder verschimmelten Sachen in den Altkleidercontainer
Altkleider entsorgen: Wege und Kosten
Tragbare Kleidung gehört in den Altkleidercontainer oder an die Sammelstelle Ihrer Kommune — sauber und trocken, am besten paarweise gebundene Schuhe. Zerschlissene oder stark verschmutzte Kleidung darf weiterhin in den Restmüll, solange Ihre Kommune dafür keine gesonderte Sammlung eingerichtet hat; das sagt das Bundesumweltministerium ausdrücklich. Die seit dem 1. Januar 2025 geltende Getrenntsammlungspflicht nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 KrWG richtet sich an die Entsorgungsträger, nicht an Sie.
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Depotcontainer (saubere, trockene und noch tragbare Kleidung, Schuhe, Haushaltstextilien)
empfohlen Können Sie selbst hinbringenDer Altkleidercontainer ist der übliche Weg für tragbare Kleidung. Betrieben wird er meist nicht vom kommunalen Entsorger, sondern von einer gemeinnützigen oder gewerblichen Sammlung.
AVV 20 01 10 Bekleidung und Schuhe AVV 20 01 11 Haushaltstextilien wie Bettwäsche, Handtücher, Gardinen § 17 Abs. 2 KrWG — Ausnahmen von der Überlassungspflicht für gemeinnützige und gewerbliche Sammlungen
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Wertstoffhof (alle Alttextilien, auch größere Mengen aus einer Haushaltsauflösung)
Können Sie selbst hinbringenkommunal verschieden
Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger Textilien getrennt sammeln. Wo und in welcher Form, entscheidet er selbst — deshalb sieht das vor Ort unterschiedlich aus.
AVV 20 01 10 Bekleidung und Schuhe AVV 20 01 11 Haushaltstextilien wie Bettwäsche, Handtücher, Gardinen § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 KrWG — getrennte Sammlung von Textilabfällen ab 1. Januar 2025
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Restmüll (zerschlissene, verschimmelte, ölverschmierte oder nasse Textilien)
Nur in bestimmten FällenZerschlissene und stark verschmutzte Textilien dürfen in den Restmüll, solange die Kommune für sie keine gesonderte Sammlung eingerichtet hat. Das Bundesumweltministerium stellt das ausdrücklich klar.
AVV 20 03 01 BMUKN — Kann zerschlissene oder stark verschmutzte Kleidung in den Restmüll?
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Händlerrücknahme (kleine Mengen, meist unabhängig von der Marke)
Nur in bestimmten FällenViele Modehändler nehmen Altkleider gegen einen Gutschein zurück. Das ist eine freiwillige Serviceleistung — anders als bei Elektrogeräten und Batterien gibt es für Textilien keine gesetzliche Rücknahmepflicht des Handels.
AVV 20 01 10
Altkleider entsorgen: was nicht erlaubt ist
- Keine nassen oder verschimmelten Sachen in den Altkleidercontainer — Feuchtigkeit verdirbt die ganze Charge, nicht nur das eigene Stück. Was nass ist, gehört in den Restmüll oder muss erst trocknen.
- Keine losen Schuhe — paarweise zusammenbinden. Ein einzelner Schuh ist in der Sortierung nicht mehr zuzuordnen und wird aussortiert.
- Keine Textilien mit Farb-, Öl- oder Lösemittelresten — ölgetränkte Lappen können sich selbst entzünden; sie gehören zur Schadstoffsammlung, nicht in Container und nicht in die Tonne.
- Keine Teppiche, Matratzen und Polster — das ist Sperrmüll, kein Alttextil — der Sortierbetrieb kann damit nichts anfangen.
- Keine Kleidung neben den vollen Container stellen — was danebensteht, wird nass und ist verloren; außerdem gilt es als wilde Ablagerung und kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
- Keine Sammlung ohne erkennbaren Träger — Name, Anschrift und Anzeige nach § 18 KrWG gehören auf den Container.
Altkleider entsorgen: häufige Fragen
Darf kaputte Kleidung seit 2025 wirklich nicht mehr in den Restmüll?
Doch, in aller Regel schon. Das Bundesumweltministerium schreibt ausdrücklich, dass zerschlissene Kleidung in den Restmüll darf, wenn es vor Ort noch keine getrennte Sammlung gibt, und dass stark verschmutzte Textilien weiterhin in den Restmüll können. Die Getrenntsammlungspflicht seit dem 1. Januar 2025 richtet sich an die Kommunen, nicht an die Haushalte.
Warum steht dann überall etwas anderes?
Weil die Pflicht der Kommunen als Verbot der Bürger gelesen wurde. § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 KrWG verpflichtet die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, Textilabfälle getrennt zu sammeln. Was daraus für Sie folgt, entscheidet erst Ihre Abfallsatzung: Wo es eine Sammlung auch für nicht mehr tragbare Textilien gibt, gehören sie dorthin. Wo nicht, bleibt es beim Restmüll.
Wie erkenne ich eine seriöse Altkleidersammlung?
Am Container muss stehen, wer sammelt — Name, Anschrift und eine Telefonnummer. Gewerbliche und gemeinnützige Sammlungen sind nach § 18 KrWG bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Fehlt jede Angabe, wissen Sie nicht, wohin die Sachen gehen; im Zweifel ist die Sammelstelle Ihres Entsorgungsträgers der nachvollziehbare Weg.
Warum betreibt oft kein kommunaler Entsorger den Altkleidercontainer?
Weil das Gesetz es zulässt. § 17 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 und 4 KrWG nimmt gemeinnützige und gewerbliche Sammlungen von der Überlassungspflicht an den Entsorgungsträger aus, solange sie den Abfall ordnungsgemäß und schadlos verwerten. Der Container gehört deshalb meist einem Sammler, nicht der Kommune.
Was mache ich mit großen Mengen aus einer Haushaltsauflösung?
Nicht in den Straßencontainer — der ist für Haushaltsmengen gedacht und läuft sonst über. Der Wertstoffhof Ihres Trägers nimmt größere Mengen an; ob und ab wann das etwas kostet, steht in der Abfallsatzung. Tragbares lohnt vorher die Frage bei einem Sozialkaufhaus.
Muss ich Altkleider vor der Abgabe waschen?
Das Ministerium empfiehlt es für brauchbare Kleidung, damit sie tatsächlich weitergetragen wird. Pflicht ist es nicht. Wichtiger ist, dass die Sachen trocken in den Container kommen: Feuchtigkeit verdirbt nicht nur das eigene Stück, sondern die Charge darum herum.
Und Schuhe, Gürtel, Taschen?
Schuhe ja, paarweise zusammengebunden — einzeln sind sie in der Sortierung verloren. Gürtel und Taschen aus Textil oder Leder nehmen die meisten Sammlungen ebenfalls. Nicht hinein gehören Teppiche, Matratzen und Polstermöbel: Das ist Sperrmüll.
Geprüft und freigegeben von Matthias Lugert · · Über mich · Methodik
Änderungsverlauf
Zuletzt geändert am : Erstveröffentlichung. Stärkstes gemessenes Substrat des Bestands: 17.970 SV Sachfrage bei einem gewichteten CPC von 2,36 €. Der inhaltliche Schwerpunkt folgt der Messung — nicht „wohin mit tragbarer Kleidung“, sondern die Regelfrage nach der kaputten. Die verbreitete Behauptung, seit 2025 dürfe kaputte Kleidung nicht mehr in den Restmüll, ist mit zwei Auskünften des Bundesumweltministeriums widerlegt.