Grünschnitt entsorgen: wohin damit?
Zuletzt geprüft am
Kurz gesagt
Grünschnitt: kleine Mengen in die Biotonne, größere zum Wertstoffhof — in Duisburg bis 5 m³ kostenlos. Nicht im Garten verbrennen.
Grünschnitt entsorgen: Wege und Kosten
Kleine Mengen gehören in die Biotonne, größere zum Wertstoffhof oder zur Grüngutannahme — beides regelt Ihre Kommune; die Annahme ist etwa in Duisburg und Hannover kostenlos, in Dortmund und Dresden gebührenpflichtig. Für einen Heckenschnitt oder eine gefällte Fichte reicht das nicht; dann wird es ein Container. Verbrennen im Garten ist Landesrecht: Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen untersagen es, Hamburg ahndet es als Ordnungswidrigkeit; Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz erlauben es nur außerhalb bebauter Ortsteile.
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- Transport
- Tonne am Haus
- Kosten
- je Kommune
- Wann
- zur Leerung
Gilt für Haushaltsmengen, keine dicken Äste
Rasenschnitt, Laub und dünne Zweige gehören in die Biotonne — solange der Deckel noch schließt und nichts festgepresst wird.
Abfallschlüssel und Quelle
AVV 20 02 01 biologisch abbaubare Abfälle AVV, Anlage (Abfallverzeichnis)
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- Transport
- selbst bringen
- Kosten
- je Kommune
- Wann
- Öffnungszeiten
Gilt für Anhängerladungen, auch dickere Äste
Die Grüngutannahme nimmt auch Strauch- und Baumschnitt an. Kostenlos etwa in Duisburg bis 5 m³, gegen Gebühr in Dortmund und Dresden; Hamburg nimmt den ersten Kubikmeter kostenlos.
Abfallschlüssel und Quelle
AVV 20 02 01 Stadtreinigung Hamburg — Andere Wertstoffe (Grüngut)
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- Transport
- wird gestellt
- Kosten
- je Anbieter
- Wann
- nach Bestellung
Gilt für größere Mengen, sortenrein ohne Erde und Steine
Bei einer Heckenrodung oder einer gefällten Fichte kommt mehr zusammen, als ein Anhänger fasst. Anbieter führen einen eigenen Grünschnitt-Container; Äste und Wurzeln nur bis 10 bis 15 cm Durchmesser.
Abfallschlüssel und Quelle
AVV 20 02 01 Selisch Containerdienst — Grünschnitt (Stämme und Wurzeln über 10 cm ausgeschlossen)
Wo Ihr Preis steht
- Wer den Preis festsetzt
- Ihre Kommune. Die Biotonne läuft über die Abfallgebühr; ob sie Pflicht ist, welche Behältergröße zur Verfügung steht und ob eine zusätzliche Grüngutabfuhr angeboten wird, regelt die Satzung.
- Wo Sie nachsehen
- In der Abfallgebührensatzung unter „Bioabfall“ oder „Grüngut“ — dort stehen Behältergrößen, Abfuhrtakt und die Annahmemengen am Hof.
- Rechtsgrundlage
- § 20 KrWG — Entsorgungspflichten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
Grünschnitt in 2 geprüften Städten: wo und zu welchem Preis
| Stadt | Was dort gilt |
|---|---|
| Berlin | Der BSR-Recyclinghof nimmt Baum- und Strauchschnitt bis 1 m³ kostenlos an, keine Teilanlieferung. Die Laub- und Gartentonne kostet 104,20 € im Quartal. |
| Hamburg | Grünschnitt nimmt der Hamburger Recyclinghof bis 1 m³ kostenlos an; der zweite und dritte Kubikmeter kosten je 1 €. |
Aus Abfall-ABC, Satzung oder Gebührenordnung des jeweiligen Trägers; die Quelle je Zeile steht auf der Stadtseite.
Grünschnitt entsorgen: was nicht erlaubt ist
- Nicht über Restmüll — Bioabfall in der Restmülltonne wird verbrannt statt kompostiert oder vergoren — und belegt Tonnenvolumen, für das Sie zahlen.
- Nicht über Gelbe Tonne / Gelber Sack — Die Wertstofftonne nimmt Verkaufsverpackungen auf, keine organischen Abfälle.
- Nicht über Sondermüll — Gartenabfall ist kein gefährlicher Abfall. Auch behandeltes Schnittgut aus dem Garten geht nicht zur Schadstoffannahme.
- Nicht im Garten verbrennen — Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen untersagen es, Hamburg ahndet es als Ordnungswidrigkeit; fünf weitere Länder erlauben es nur außerhalb bebauter Ortsteile.
- Nicht im Wald oder am Feldrand abkippen — das ist eine Ordnungswidrigkeit, auch bei organischem Material.
- Keine Erde, Steine oder Wurzelballen in den Grünschnittcontainer — das stuft die Ladung um.
- Keine behandelten Hölzer, Zäune oder Rankgitter als Grünschnitt anliefern.
- Kein Grünschnitt in Plastiksäcken zur Annahme bringen — die Säcke müssen wieder raus.
Was Grünschnitt entsorgen kostet: Preise nach Weg und Menge
Grünschnitt entsorgen in Hamburg und Berlin : was dort gilt und was es kostet.
Grünschnitt entsorgen: häufige Fragen
Was kostet die Entsorgung von Grünschnitt?
Die Biotonne läuft über die Abfallgebühr, die Sie ohnehin zahlen. Die Grüngutannahme am Hof ist etwa in Duisburg und Hannover kostenlos, in Hamburg der erste Kubikmeter; Dortmund und Dresden verlangen eine Gebühr. Das setzt Ihre Kommune in der Satzung fest.
Darf ich Gartenabfälle verbrennen?
Das regelt Ihr Bundesland. Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen untersagen das Verbrennen, Hamburg ahndet es als Ordnungswidrigkeit, Nordrhein-Westfalen lässt es nur im Einzelfall zu. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein erlauben es außerhalb bebauter Ortsteile auf land- oder gärtnerisch genutzten Grundstücken; in Bayern werktags von 6 bis 18 Uhr.
Dürfen dicke Äste in die Biotonne?
Meist nicht — sie blockieren die Aufbereitung. Die Grenze setzt Ihre Kommune, häufig liegt sie bei wenigen Zentimetern Durchmesser. Dickeres gehört zur Grüngutannahme.
Lohnt sich ein eigener Komposthaufen?
Für Rasenschnitt, Laub und Küchenabfälle ja — er spart Tonnenvolumen und damit Gebühr. Für Wurzelstöcke, kranke Pflanzen und Samenunkräuter nicht; die gehören in die professionelle Verwertung, die höhere Temperaturen erreicht.
Geprüft und freigegeben am · Wer dahintersteht · Methodik
Änderungsverlauf
Zuletzt geändert am : Verbrennen im Garten mit Landesbelegen statt „fast überall untersagt“, am 17.09. auf zehn Länder erweitert: Brandenburg und Niedersachsen untersagen es, Hamburg ahndet es als Ordnungswidrigkeit, Nordrhein-Westfalen lässt nur Einzelfälle zu; Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein binden es an Grundstücke außerhalb bebauter Ortsteile. Am 18.09. kamen Berlin und Thüringen dazu: Beide Seiten waren am Vortag hinter einer Ratenbremse bzw. umgezogen und lieferten ihr Zitat danach zweimal reproduzierbar. Container-Regel mit Anbieterbeleg und Astdurchmesser. Zuvor am 13.09.: Kosten der Grüngutannahme an einen Abgleich von 13 Städten angepasst: nicht „vielerorts kostenlos“, sondern je Stadt verschieden (Duisburg und Hannover kostenlos, Hamburg der erste Kubikmeter, Dortmund und Dresden gebührenpflichtig). Nachtrag 18.09.2026: Die Kurzantwort nennt eine belegte Zahl von der Seite statt nur „Gebühr setzt die Kommune fest“ — das Kostenversprechen der H1 stand sonst über der Falz ohne Zahl. Nachtrag 28.09.2026: Obergrenze der Dichte 0,9 t/m³ nach McDreck (Hülle belegter Werte; docs/messungen/2026-09-28-zuladung-gruenschnitt.md).