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Entsorgungskompass

Styropor entsorgen: wohin damit

Zuletzt geprüft am

Kurz gesagt

Styropor als Verpackung: kostenlos in den Gelben Sack. Als Dämmplatte: zum Wertstoffhof oder Container — vor Mitte 2016 verbaut, dann getrennt halten.

Wie viel in m³?

Styropor entsorgen: Wege und Kosten

Es kommt darauf an, wofür das Styropor gedacht war. Verpackungs-Styropor — die weiße Umverpackung von Geräten und Möbeln — ist eine Leichtverpackung und gehört sauber in den Gelben Sack; das ist über die dualen Systeme bereits bezahlt. Dämmplatten vom Bau sind keine Verpackung: Sie gehören zum Wertstoffhof oder in einen Container, und ob Ihr Hof sie annimmt, regelt die Satzung. Wurde die Dämmung vor Mitte 2016 verbaut, kann sie HBCD enthalten — dann muss sie getrennt bleiben.

  • Gelbe Tonne / Gelber Sack

    empfohlen Können Sie selbst hinbringen
    Transport
    Tonne am Haus
    Kosten
    gebührenfrei
    Wann
    zur Leerung

    Gilt für nur Umverpackungen von Geräten und Möbeln, nicht Dämmplatten

    Verpackungs-Styropor gehört sauber und trocken in den Gelben Sack oder die Wertstofftonne. Duisburg zählt Transportverpackungen aus Styropor dagegen zum Baumischabfall am Recyclinghof.

    Abfallschlüssel und Quelle

    AVV 15 01 02 § 40 VerpackDG — Pflichten der Systeme zur getrennten Sammlung, Verwertung und Information

  • Transport
    selbst bringen
    Kosten
    je Kommune
    Wann
    Öffnungszeiten

    Gilt für Dämmplatten in Haushaltsmengen

    HBCD-haltige Dämmplatten nimmt München bis 100 Liter gebührenfrei an, Hannover nur an einer Deponie, Bochum gar nicht; Dresden nimmt Styroporplatten gegen Entgelt an.

    Abfallschlüssel und Quelle

    AVV 17 06 04 Dämmmaterial, HBCD-haltig wie HBCD-frei AWM München — Abfalllexikon „HBCDD-haltige Abfälle“

  • Transport
    wird gestellt
    Kosten
    je Anbieter
    Wann
    nach Bestellung

    Gilt für größere Mengen Dämmung, HBCD-haltiges nur getrennt

    Bei einer Fassadensanierung fällt mehr an, als ein Kofferraum fasst. Condie und Klebs schließen Styropor aus ihren Containern aus.

    Abfallschlüssel und Quelle

    AVV 17 06 04 Containerdienst Condie — Container-FAQ (Styropor als Sonderabfall)

Baumischabfall-Container: Größen, Preise und was hinein darf

Styropor entsorgen: was nicht erlaubt ist

  • Nicht über Sondermüll — Auch HBCD-haltige Dämmplatten sind kein gefährlicher Abfall — die Schadstoffannahme ist nicht zuständig. Für sie gilt die getrennte Sammlung nach POP-Recht, nicht die Einstufung als gefährlich.
  • Nicht über Restmüll — Verpackungs-Styropor ist ein Wertstoff und gehört in die Sammlung; Dämmplatten passen in keine Tonne und dürfen nicht mit Siedlungsabfall vermischt werden.
  • Nicht über Biotonne — Polystyrol ist nicht biologisch abbaubar; es zerfällt nur in kleinere Kunststoffteile.
  • Dämmplatten gehören nicht in den Gelben Sack — sie sind keine Verpackung, auch wenn das Material dasselbe ist.
  • HBCD-haltige Platten nicht mit anderem Bauabfall mischen — das Vermischungsverbot gilt ab 1.000 mg/kg.
  • Styropor nicht verbrennen — beim Abbrand entstehen Ruß und Schadstoffe.
  • Verklebtes oder verschmutztes Styropor nicht in den Gelben Sack — Verpackungsstyropor, das mit Putz verklebt oder stark verschmutzt ist, gehört zum Bauabfall, nicht zur Verpackungssammlung.
  • Styropor nicht zerbröseln, um es in die Tonne zu bekommen — die Kügelchen verwehen und sind nicht mehr einzusammeln.

HBCD in Dämmplatten vor Mitte 2016

Vor dem 22. Juni 2016 verbaute EPS- und XPS-Dämmplatten können Hexabromcyclododecan (HBCD) enthalten, ein früheres Flammschutzmittel. Das Umweltbundesamt stuft sie ausdrücklich nicht als gefährlichen Abfall ein, weil der Grenzwert für den Gefahrenhinweis H361 höher liegt als der HBCD-Gehalt. Getrennt halten müssen Sie sie trotzdem — das schreibt ab 1.000 mg/kg das POP-Recht vor, nicht die Gefahrstoff-Einstufung.

Fundstellen: Umweltbundesamt — Wie werden HBCD-haltige Dämmstoffe abfallrechtlich eingestuft? · POP-Abfall-Überwachungsverordnung · geprüft

Was die Vorschrift verlangt →

Styropor entsorgen: häufige Fragen

Darf Styropor in den Gelben Sack?

Verpackungs-Styropor ja, sauber und trocken. Dämmplatten nein — sie sind keine Verpackung, auch wenn das Material dasselbe aussieht.

Was kostet die Entsorgung von Styropor?

Verpackungs-Styropor nichts; die Sammlung ist über die dualen Systeme bezahlt. Für Dämmplatten setzt Ihre Kommune das Entgelt fest, und ob der Hof sie überhaupt annimmt, steht in der Satzung.

Woran erkenne ich HBCD-haltige Dämmung?

Am Einbaujahr, nicht am Aussehen. Vor Mitte 2016 verbaute EPS- und XPS-Platten können HBCD enthalten; ab dem 22. Juni 2016 durften sie nicht mehr verbaut werden.

Ist HBCD-Dämmung gefährlicher Abfall?

Nein. Das Umweltbundesamt stellt fest, dass eine Einstufung als gefährlich nicht erfolgt, weil der Grenzwert für H361 bei 3 % liegt. Sie läuft unter derselben AVV-Nummer wie HBCD-freie Dämmung. Getrennt halten müssen Sie sie trotzdem — das folgt aus dem POP-Recht ab 1.000 mg/kg.

Geprüft und freigegeben am · Wer dahintersteht · Methodik

Änderungsverlauf

Zuletzt geändert am : Container-Regel mit Anbieterbeleg: Condie und Klebs schließen Styropor aus ihren Containern aus; ein eigener Dämmstoff-Container ist bei keinem geprüften Anbieter belegt. Zuvor am 13.09.: An einen Abgleich von 13 Städten angepasst: Dämmplatten mit Städtebeispielen statt „viele Höfe“ (München nimmt HBCD-haltige bis 100 Liter gebührenfrei an, Hannover nur an einer Deponie, Bochum gar nicht), Duisburg zählt Transportverpackungen aus Styropor zum Baumischabfall. Die HBCD-Einstufung nach Umweltbundesamt und POP-Recht ist unverändert.

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